ISB – Intelligente Segmentbrücke Bögl

 

Der Brückenbau in Deutschland ist heute geprägt von stringenten Planungsvorgaben, hartem Preiskampf in den Submissionen und dem Problem, dass die Arbeitsleistung vor Ort kaum mehr durch deutsches Personal ausgeführt werden kann. Letzteres liegt unter anderem an den immer noch sehr handwerklichen Baumethoden, die sich in den letzten Jahrzehnten unter den gegebenen Randbedingungen kaum weiterentwickelt haben, und an den damit einhergehenden, mühevollen Arbeiten am Bau. Zudem werden die gesetzlichen Arbeitszeitregelungen immer zwingender.

Eine Weiterentwicklung der Baumethoden hin zu einer vermehrten industriellen Vorfertigung und Verkürzung der Bauzeit vor Ort ist ein längst überfälliger Schritt. Max Bögl beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit zukunftsweisenden Weiterentwicklungen im Brückenbau. Die Firmengruppe arbeitet dabei nicht nur an innovativen Baumethoden, sondern auch an der Verbesserung der dazu notwendigen Baustoffe und Fertigungsmethoden. Durch Forschung und Entwicklung im eigenen Unternehmen werden die Voraussetzungen für neue Bauweisen geschaffen. Insbesondere der Einsatz von selbstverdichtenden Betonen, die äußerst widerstandsfähig und dicht sind, bietet völlig neue Anwendungs- und Konstruktionsmöglichkeiten im Brückenbau. Zum Tragen kommen auch umfangreiche Erfahrungen der Firmengruppe in der CNC-gesteuerten Schleifbearbeitung von Betonbauteilen. Dieses Know-how führt dazu, dass selbst komplexe Fertigteile einfach und wirtschaftlich hergestellt werden können – individuell angepasst an die architektonischen und technischen Anforderungen jedes einzelnen Bauwerks.

Einen Brückenschlag der innovativen Art bietet Ihnen die Firmengruppe mit dem Prototyp eines Brückenbauwerkes mit getrenntem Tragsystem: die ISB – Intelligente Segmentbrücke Bögl. Die Fertigteilbrücke überzeugt aufgrund ihrer Segmentbauweise aus Verbundfertigteilträgern und vorgespannten Betonfertigteilplatten aus Hochleistungsbeton, die ohne Abdichtung und Belag direkt befahren werden können. Die Vorteile des neuen Bauprinzips für Brücken liegen dabei auf der Hand: sehr kurze Bauzeit, wirtschaftliche Herstellung, geringer Unterhaltungsaufwand und einfache Inspizierbarkeit.