2000-1991

1991
Es erfolgen die Übernahme eines Baukombinats in Gera mit 250 Mitarbeitern und dessen Umwandlung in ein modernes Fertigteilwerk mit Bauunternehmung.

 

1992
In Leipzig wird ein neuer Standort gegründet. In Neuburg an der Donau errichtet man für Audi eine Teststrecke mit einer Ovalbahn. Die veränderliche Fahrbahn in Steilkurvenlage wird mit einem eigens konstruierten, computergesteuerten Brückenfertiger auf 2 mm Maximaltoleranz erstellt. Im Lauf der nächsten Jahre werden mit diesem weltweit einzigartigen Fertiger noch zahlreiche Teststrecken erstellt bzw. saniert.

 

1993
Es erfolgt die Gründung eines Standortes in Berlin. Erstmals wird ein Umsatz von einer Milliarde DM erreicht. Nach kurzer schwerer Krankheit stirbt Max Bögl am 30. September im Alter von 63 Jahren.

 

1994
Es erfolgt die Expansion nach Tschechien mit vier Hartsteinwerken und einer Bauunternehmung in Pilsen und Prag.

 

1995
Die Firmengruppe Max Bögl erhält mit ihren gesamten Standorten als eine der ersten Bauunternehmen Bayerns das Qualitätsmanagement-Zertifikat nach DIN EN ISO 9001. Mit der Eröffnung einer Tochterfirma in Stettin wird der Tätigkeitsbereich nach Polen ausgeweitet.

 

1996
Max Bögl erhält zusammen mit einer mittelständischen Bietergruppe den Auftrag zum Bau des 43 km langen Teilabschnittes der ICE-Neubaustrecke Köln–Rhein/Main. Die Firmengruppe übernimmt die technische Federführung für den Ingenieur- und Brückenbau sowie den Tunnelbau dieses Milliardenprojekts. Die Mitarbeiterzahl beträgt in diesem Jahr erstmals 4.000 Beschäftigte bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden DM. In Potsdam wird ein neuer Standort mit Bauhof eröffnet.

 

1997
Zum 1. April tritt eine grundlegende Strukturänderung im Unternehmen in Kraft. Aus dem bisherigen Gesamtunternehmen werden einzelne Bereiche herausgenommen und als eigenständige Unternehmen im Verbund geführt. Darüber hinaus wird eine der weltweit ersten Multifunktionsanlagen für flächenartige Bauteile in Betrieb genommen. In der computergesteuerten Umlauffertigungsanlage können alle Arten von Decken- und Wandkonstruktionen für den modernen Fertigteilbau produziert werden. Die Firmengruppe Max Bögl tätigt in diesem Jahr die Rekordinvestition von über 80 Millionen DM.

 

1998
Es werden neue Standorte in Stuttgart, Erfurt und in der kroatischen Hauptstadt Zagreb eröffnet. Auf dem Potsdamer Platz in Berlin werden sechs Gebäude mit Einzelhöhen bis zu 110 m und 30 Geschossen sowie ein darunterliegender Regionalbahnhof auf dem Daimler-Benz-Areal fertiggestellt. Mit einem neu angeschafften Betonfertiger werden in diesem Jahr im Raum Berlin rund eine Million Quadratmeter Betonautobahn einschließlich aller Erd- und Ingenieurbauwerke erstellt.

 

2000
Neben vielen anspruchsvollen Bauaufgaben können zwei besonders herausragende Bauprojekte fertiggestellt werden. Zum einen die CargoLifter-Werfthalle, eine der größten frei gespannten Hallen der Welt, bei Brand nahe Berlin sowie die Test- und Rennstrecke EuroSpeedway Lausitz in Brandenburg. Des Weiteren werden die Firma WÜWA Bau GmbH aus Schwabach, ein Spezialist auf dem Gebiet des Tunnelvortriebs, und ein modernes Fertigteilwerk in Mühlhausen mit über 100 Mitarbeitern übernommen. Mit der Gründung der neuen Standorte Frankfurt und Alphen aan den Rjin in Holland werden die Aktivitäten auch in Richtung Westen ausgeweitet.