Betriebsversammlung der Firmengruppe Max Bögl 2024: Mit Optimismus, Weitsicht und der richtigen Strategie durch bewegte Zeiten

07.02.2024

Sengenthal/Nürnberg, 02.02.2024. Trotz globaler Unsicherheiten und branchenspezifischer Herausforderungen erzielte die Firmengruppe Max Bögl im vergangenen Jahr eines ihrer besten Geschäftsergebnisse und zeigte damit eindrucksvoll, dass sie auch in unruhigen Zeiten zu den größten und unabhängigsten Playern der deutschen Bauwirtschaft gehört. Die Betriebsversammlung in der ARENA NÜRNBERGER VERSICHERUNG bot dazu für den Betriebsrat den perfekten Rahmen, gemeinsam mit den Gesellschaftern und dem Vorstand die Erfolge des vergangenen Jahres zu würdigen und einen optimistischen Blick in die Zukunft zu werfen. Das Unternehmen bleibt seiner Linie der Innovation, Nachhaltigkeit und der Mitarbeiterförderung treu, um die zukünftigen Aufgabenstellungen erfolgreich zu meistern.

Betriebsversammlung der Firmengruppe Max Bögl 2024: Mit Optimismus, Weitsicht und der richtigen Strategie durch bewegte Zeiten

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Gesellschafter, die Vorstände, prominente Gastredner aus Politik und Gewerkschaft sowie die Betriebsräte versammelten sich auf Einladung des Betriebsrates von Max Bögl in Nürnberg zur jährlichen Betriebsversammlung. Gesamtbetriebsratsvorsitzende Karin Hammerl-Ranftl führte durch die Veranstaltung und zog zusammen mit den Gesellschaftern und Vertretern des Vorstands eine positive Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres. Besonderer Dank galt dabei allen Böglerinnen und Böglern für ihren Einsatz und ihr Engagement in allen Geschäftsbereichen, ohne die dieses Ergebnis bei immer anspruchsvoller werdenden Aufgaben nicht möglich gewesen wäre.

Karin Hammerl-Ranftl eröffnete die Veranstaltung mit einem emotionalen Moment, indem sie aller verstorbenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gedachte, mit besonderem Augenmerk auf Michael Meyer, ein langjähriges und geschätztes Betriebsratsmitglied. Tief bewegt verlas sie seinen an die gesamte Belegschaft gerichteten Abschiedsbrief, der zeigte, wie stark die Bögler-DNA in Michael Meyer verwurzelt war und mit welcher Freude er sich über alle Jahre seiner Tätigkeit als Betriebsrat hinweg für die Belange der Mitarbeitenden und den Erfolg des Unternehmens eingesetzt hat – stets in fairem Umgang mit der Geschäftsführung. Dieser Akt des Gedenkens unterstrich eindrucksvoll den Zusammenhalt und die gegenseitige Wertschätzung, welche die Firmengruppe auszeichnen.

Ein Bild

Wertschätzung jedes Einzelnen – ein starkes Fundament

In ihrer Rede legte Karin Hammerl-Ranftl besonderen Wert auf die Anerkennung jedes Mitarbeitenden nicht nur als Teil des beruflichen Gefüges, sondern auch als Individuum mit einzigartigen Bedürfnissen, Talenten und Herausforderungen. Diese Perspektive ist fundamental, um eine inklusive, unterstützende und wertschätzende Kultur zu fördern, die jeden Mitarbeitenden in seiner persönlichen und beruflichen Entwicklung stärkt und voranbringt. Sie betonte, dass es essenziell sei, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der sich alle respektiert und wertgeschätzt fühlen, was wiederum die Grundlage für Kreativität, Engagement und letztendlich den Erfolg des Unternehmens bilde.

Darüber hinaus stellte Karin Hammerl-Ranftl die Arbeit des Betriebsrats im vergangenen Jahr vor, die sich dadurch auszeichnet, stets die Interessen aller Mitarbeitenden konsequent zu vertreten und zu schützen. Besonders hervorzuheben sei hier die Rolle des Betriebsrats bei der Förderung eines offenen und fairen Dialogs zwischen der Belegschaft und der Geschäftsführung. Dieser Austausch hat dazu beigetragen, das Arbeitsklima positiv zu gestalten und das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu steigern. Der Betriebsrat initiierte und begleitete zahlreiche Projekte, die auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen abzielten, und setzte sich aktiv für Fragen der Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung ein. Diese Maßnahmen haben nicht nur das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, sondern auch die Grundlage für eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsumgebung geschaffen.

Ein Bild

Konsequente Unterstützung aller Auszubildenden

Pia Bruckmeier, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung, lobte ebenfalls den fairen Umgang im Unternehmen und bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, Unterstützung und den Rückhalt seitens der Geschäftsführung, des Betriebsrates und der Ausbildungsleitung. Sie stellte die erfolgreichen Initiativen zur Integration und Förderung der insgesamt 350 Auszubildenden und Studierenden bei Max Bögl vor – vom Karrieretag über die Azubiversammlung bis hin zu diversen Azubiprojekten. Diese Maßnahmen seien essenziell, um die Zukunftsfähigkeit der Firmengruppe zu sichern und junge Talente für die Bauindustrie zu begeistern, so Pia Bruckmeier.

Ein Bild

Strategische Weichenstellung für kontinuierliches Wachstum

Gesellschafter und Aufsichtsrat Max Bögl ging in seiner Rede auf die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen ein, die sowohl die Baubranche im Allgemeinen als auch das Unternehmen im Speziellen betreffen. Gestiegene Energiekosten und Rohstoffpreise, Materialknappheit, Inflation und Fachkräftemangel würden es der Firmengruppe nicht leicht machen, anspruchsvolle Projekte in der Infrastruktur, der Windkraft und bei den Energietrassen erfolgreich zu bewältigen. Dennoch zeigte er sich optimistisch hinsichtlich der Zukunftsaussichten und betonte das Vertrauen internationaler Auftraggeber und des öffentlichen Sektors in die Fähigkeiten und das Potenzial der Firmengruppe.

Max Bögl unterstrich die Effektivität einer effizienten, produktorientierten Industrieproduktion und verwies darauf, dass die unternehmensinterne Strategie Bau+X bereits signifikante Erfolge verzeichnet. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die ständige Bemühung um noch höhere Standards – insbesondere in der Arbeitssicherheit – entscheidend sei, um die Position des Unternehmens als 

Vorreiter in Sachen Innovation zu festigen und weiter auszubauen. Zudem hob er die Bedeutung der Belegschaft als wichtigsten Baustein des Unternehmenserfolgs hervor und betonte die Notwendigkeit, das Team kontinuierlich mit neuen Talenten zu verstärken, um das Wachstum und die Innovationskraft des Familienunternehmens zu sichern.

Ein Bild

Ein Jahr im Zeichen der Stärke und Flexibilität

Bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes zeigte sich Vorstandsvorsitzender Stefan Bögl sehr zufrieden über die Entwicklung der Unternehmenszahlen. „Dank des außerordentlichen Einsatzes unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir nicht nur unsere Position in der Branche festigen, sondern auch unseren Umsatz auf rund 2,68 Milliarden Euro steigern,“ erklärte Stefan Bögl in seiner Rede. Er unterstrich die Bedeutung der Unternehmensstrategie Bau + X und die Fokussierung auf das Kerngeschäft. Die Firmengruppe Max Bögl hat sich auf neue Marktchancen ausgerichtet, wie in der Infrastruktur auf Energietrassen und im Hochbau auf Chip-, Batteriefabriken und Rechenzentren. Mit einem Auftragseingang von 2,46 Milliarden Euro und einem Auftragsbestand von über 3 Milliarden Euro wird das anhaltende Vertrauen der Kunden in die Firmengruppe Max Bögl deutlich. Dieser Erfolg im Jahr 2023 sei ein klares Zeichen unserer Stärke und Anpassungsfähigkeit sowie eine konzentrierte Ausrichtung auf unsere Kunden und deren Anforderungen, so Stefan Bögl.

Die Investitionen in Gebäude, Energieversorgung, Maschinen, Baugeräte und Digitalisierung beliefen sich 2023 auf 84 Millionen Euro, mit einer geplanten Investitionssumme von 100 Millionen Euro für das Jahr 2024. Zudem erweiterte das Unternehmen seine Belegschaft auf 6.349 Mitarbeiter, ein Zuwachs von 166 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Auszubildenden konnte auf 350 erhöht werden. „Besonders hervorheben möchte ich hier unsere Initiative 'Bögler werben Bögler', die maßgeblich zu unserem Wachstum und Erfolg beigetragen hat. Ich wünsche uns allen weiterhin viel Erfolg und vor allem Sicherheit am Arbeitsplatz“, rundete Stefan Bögl seine Ansprache ab.

Ein Bild

Mit Stabilität und breitem Leistungsspektrum zum Erfolg

In seiner Rede würdigte auch Gesellschafter Johann Bögl die Leistung der Mitarbeitenden und die beeindruckende Entwicklung des Unternehmens im letzten Jahr. Trotz der anhaltenden Turbulenzen weltweit habe man es geschafft, den höchsten Umsatz in der nun 94-jährigen Firmengeschichte zu erwirtschaften. „Es gibt fast keinen Wettbewerber, der so breit und so stabil aufgestellt ist wie Max Bögl, und wir sind zu Recht stolz darauf, dass wir diesen Erfolg gemeinsam erreicht haben“, so Johann Bögl. Besonders betonte er das breit aufgestellte Leistungsportfolio des Unternehmens, das es ermöglicht hat, dank seriengefertigter Produkte, innovativer Technologien und standardisierter Prozesse führend in Megatrends wie der Energiewende und der Industrialisierung am Bau zu sein.

Johann Bögl ging auch auf die Veränderungen und Herausforderungen in der Bauindustrie ein. Um der Härte des Geschäfts und den zunehmenden Preiskämpfen zu entgehen, konzentriere man sich bei Max Bögl weiterhin auf anspruchsvolle Großprojekte wie den Bau von modernen Energietrassen, großen Windkrafttürmen mit 200 m Nabenhöhe oder gewaltigen Chipfabriken und Rechenzentren mit hohen Anforderungen an die Haustechnik. Die Zusammenarbeit mit internationalen Kunden bedeute aber auch, dass die Anforderungen an die Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit steigen werden und dass eine verstärkte Kommunikation in Englisch erforderlich sein wird. Die Unterstützung und das Zusammenwirken unserer Belegschaft seien deshalb entscheidend, um diesen neuen Weg langfristig mit Erfolg zu beschreiten, so Johann Bögl.

Ein Bild

Der Abwanderung in andere Branchen entgegenwirken

Karl Bauer, Regionalleiter Bayern der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, hob die unverzichtbare Bedeutung fairer Arbeitsbedingungen und gerechter Tarifverträge in der Baubranche hervor. Die Bauwirtschaft sei bei Weitem nicht so schlecht, wie sie derzeit am Beispiel des Wohnungsbaus dargestellt werde. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei es wichtig, die Wertschätzung der Bauberufe nach vorne zu bringen und die Branche mit höheren Einkommen für den Nachwuchs attraktiv zu halten. Im Vorfeld der Tarifverhandlungen, die im Februar beginnen, fordert die IG Bau deshalb ein Lohnplus von 500 Euro mehr Vergütung für alle Bau-Beschäftigten, auch für Azubis.

Seit dem letzten Tarifabschluss aus dem Jahr 2021 sei die Inflationsrate stark gestiegen, schon aus diesem Grund müssten die Beschäftigten am Monatsende deutlich mehr Geld auf dem Konto haben, so Karl Bauer. Mit Anerkennung sprach er über die Firmengruppe Max Bögl als beispielhaften Arbeitgeber, der die Branche prägt, und appellierte an das Unternehmen, seine führende Rolle in den bevorstehenden Tarifverhandlungen zu nutzen, um die Standards für alle zu heben.

Digitale Verantwortung – ein Balanceakt

In einem fesselnden Vortrag thematisierte Gastredner Maximilian Knack die tiefgreifenden Auswirkungen von Social Media auf unser Leben. Der ehemalige next-Markenbotschafter der Volksbanken Raiffeisenbanken Deutschlands und Gründer des Start-ups SMILE hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die raffinierten Algorithmen von Apps aufzuklären und wie man gesund mit Social Media umgeht. Mit seinem Engagement sagt er dem Social-Media-Wahn den Kampf an, ohne den Finger zu erheben.

Vielen sei nicht bewusst, dass die unzähligen Beiträge auf Plattformen wie Facebook, Instagram, YouTube und Co gesteuert sind, damit die User möglichst viel Zeit auf der entsprechenden App verbringen. Am Beispiel einer täglichen Bildschirmzeit von zwei Stunden errechnete Maximilian Knack zum Erstaunen aller, dass rund 2190 Tage und damit sechs Lebensjahre am Smartphone vergeudet werden. Anhand dieser einfachen Rechnung unterstrich er eindringlich die Bedeutung, ein gesundes Gleichgewicht im digitalen Zeitalter zu wahren, um psychische Gesundheit und Produktivität zu schützen und wertvolle menschliche Beziehungen zu pflegen. Seine Lösung: Benachrichtigungen am Smartphone deaktivieren, allen Influencern entfolgen, die einem nicht guttun, und Digital Detox betreiben, sprich verzichten, um zu sich selbst zurückzufinden.

Ein Bild

Max Bögl – Bayerns Visitenkarte für modernes Bauen

Albert Füracker, Bayerns Staatsminister für Finanzen und Heimat, lobte die Firmengruppe Max Bögl für ihren innovativen Einsatz, der die bayerische und deutsche Wirtschaft maßgeblich bereichert. Er betonte die essenzielle Rolle des international tätigen Unternehmens als bedeutenden Wirtschaftsakteur und versprach seine volle Unterstützung bei zukünftigen Projekten. Landrat Willibald Gailler, Neumarkts Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn und Sengenthals Bürgermeister Werner Brandenburger zeigten sich beeindruckt von den lokalen Beiträgen der Firmengruppe und ihrer hochmotivierten Mitarbeitenden, die entscheidend zur Entwicklung und zum Wohlstand der Region beitragen. Ihre Worte unterstrichen die zentrale Bedeutung der Unternehmensaktivitäten für das Gemeinwohl.

Die Betriebsversammlung 2024 – ein lebendiges Bekenntnis

Die Betriebsversammlung 2024 stand als lebhaftes Symbol für das Engagement der Firmengruppe Max Bögl für ihre Mitarbeitenden, die Gesellschaft und die Umwelt. Sie sendete ein kraftvolles Signal aus: Das Unternehmen ist entschlossen, seine Spitzenposition durch kontinuierliche Innovation, nachhaltiges Handeln und soziales Engagement weiter auszubauen und zu festigen.

Ein Bild

Personen von links nach rechts: Regionalleiter Bayern der IG-Bauen-Agrar-Umwelt - Karl Bauer, Gesellschafter Johann Bögl, SMILE für Jugendprävention im Bereich von digitalen Medien – Maximilian Knack, Bayerischer Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates Karin Hammerl-Ranftl, Vorstandsvorsitzender Stefan Bögl, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung Pia Bruckmeier, Vorstand Michael Bögl, Gesellschafter Max Bögl. Bildnachweis:  Firmengruppe Max Bögl / Daniel Ruff

 

Diese Webseite verwendet Cookies. Indem Sie unsere Webseite nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren ...